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By Dirk Konietzka

Der Übergang in das Erwachsenenalter gilt als Lebensphase, in der Tendenzen der De-Standardisierung und Individualisierung des Lebensverlaufs besonders weit vorangeschritten sind. Demnach erstrecken sich Ereignisse wie der Auszug aus dem Elternhaus, der Beginn einer Ausbildung, der Erwerbseinstieg, die Gründung einer Lebensgemeinschaft und die Familiengründung zunehmend über ausgedehnte Zeiträume, sie haben einen diffuseren Charakter gewonnen und ihre Reihenfolge ist ungeregelter und weniger vorhersagbar geworden. Dieses Buch untersucht den Wandel des Übergangs in das Erwachsenenalter in Deutschland in langfristiger Perspektive. Die examine der 'Zeiten des Übergangs' beschreibt die zentralen Veränderungen in den privaten und öffentlichen Sphären der Lebensverläufe junger Frauen und Männer und analysiert die Dynamik der Ver- und Entkopplung von Lebensereignissen im Kohortenvergleich. In der Summe ergibt sich ein differenziertes Bild des Wandels, das eindimensionalen Vorstellungen einer zunehmenden De-Standardisierung des Übergangs in das Erwachsenenalter widerspricht.

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Eigentlich hatte der junge Mann nur eine kurze Reise nach Afrika machen wollen, aber dann warfare er neunzehn Jahre geblieben. Statt in Uppsala sein Jurastudium zu beenden, übernimmt er in Lusaka die Hühnerfarm einer weißen Engländerin, deren Mann im Busch verschollen ist. Doch nach einem schrecklichen Anschlag auf seine Nachbarn mehren sich die Zeichen, dass die Reformpläne des jungen Mannes gefährliche Gegner haben.

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Ner Entscheidungssituation ,vollständig' speziflziert werden (Esser 1993). Dies erfordert eine Erfassung von individuellen Ressourcen, subjektiven Zielen, Orientierungen und Werten und darüber hinaus strukturellen Rahmenbedingungen in ihrer jeweiligen Bedeutung für die je spezifischen Lebenslaufentscheidungen von -Individuen. Mikroprozessen stellt vor diesem Hintergrund sehr spezielle Anforderungen an Methoden und lnhalte der Datenerhebung. Aus der Sicht des Lebenslaufs ist die zeilabIJängige Erhebllng der hinter manifesten Verhaltensereignissen stehenden subjektiven Oticntierungen und Motive der Akteure von zentraler Bedeutung.

Schließlich erstreckt sich der Lebenslauf als lnstitution auf zwei unterschiedliche Realitätsebenen: die Ebene der objektiven Positionssequenzen bzw. der "Regelung des objektiven Ablaufs des Lebens" und die Ebene der "biographischen Perspektiven und Handlungen" bzw. : 3). Der Lebenslauf hat in diesem Sinn einen Doppelcharakter. 2. : 6). Das chronologische Alrer hat sich zu einem c1emcmaren Medium der Kontrolle und Ordnung des individuellen Lebens entwickelt; dic Kategorien der Lebenszeit und des Lebensalters haben den Status objektivierter Kritcrien der Allokation von Personen in gesellschaftliche Sphären gewonnen.

Die hiermit angesprochene Perspektive hat eine besondere Bedeutung, da das - für die Soziologie ultimative - Problem in der Beschreibung und Erklärung sozialer Tatbestände und sozialen Wandels liegt (Colcman 1991; Esser 1993). loddls zu eincrn komplexcrcn Mchrebcnenmodell ausbaucn (Huinink 2000; Wc)'mann 1998). lakroebene (Sozialstruktur, soziale Ungleichheit sowie Kultur, gcsellschaftliche wirtschaftliche und politische Ordnung) lassen sich demnach Die lIlikro-l\hkro-Slmkrur des Lebenslaufs 43 1.

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