Download Der Sturz des Römischen Adlers. 2000 Jahre Varusschlacht by Dirk Husemann PDF

By Dirk Husemann

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Das Auge des Leoparden

Eigentlich hatte der junge Mann nur eine kurze Reise nach Afrika machen wollen, aber dann warfare er neunzehn Jahre geblieben. Statt in Uppsala sein Jurastudium zu beenden, übernimmt er in Lusaka die Hühnerfarm einer weißen Engländerin, deren Mann im Busch verschollen ist. Doch nach einem schrecklichen Anschlag auf seine Nachbarn mehren sich die Zeichen, dass die Reformpläne des jungen Mannes gefährliche Gegner haben.

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Im Statthalterpalast der Provinz zugetragen hat. Nur die Münzen sind aus jener Zeit erhalten. Aber auch Kleingeld spricht zu dem, der zuzuhören weiß. Varus zeigt sein Gesicht: Charakternase, Stiernacken und Kurzhaarfrisur mit betonter Stirnpartie, so bilden die Münzen ihn als Statthalter von Africa ab. Ein wenig scheint er dem Kaiser nachgeeifert zu haben, dessen Haartracht ähnlich aussah und dessen Abbild eigentlich auf den Münzen zu sehen sein sollte. Niemand hatte das Recht, sein eigenes Konterfei dort aufhämmern zu lassen, wo das Gesicht des Augustus seinen Stammplatz hatte – es sein denn, der Kaiser erlaubte es.

Zwar hatte Varus’ Vater erst um 49 v. Chr. das Amt eines Quästors innegehabt und die Staatskasse verwaltet, aber dabei aufs falsche Pferd gesetzt. Im Bürgerkrieg hatte er an der Seite des Pompeius gegen Cäsar gekämpft. Der aber gewann das Ringen um die Alleinherrschaft über Rom und vererbte die Macht seinem Adoptivsohn Augustus. Varus hingegen wurde im Jahr 47 v. Chr. auf der falschen Seite geboren. Aber er bekam eine Chance. Im frühen Kindesalter zeigte Fortuna dem Knaben zunächst die kalte Schulter.

In Wandelhallen gingen Römer und Germanen ihren Geschäften nach oder frönten dem Müßiggang – Saus und Braus an der Lahn. Glück und Glas hatten schon in der Antike etwas gemeinsam. Die Römer mussten die rechtsrheinische Stadt und die Hoffnung recht bald aufgeben. Schuld war Varus. Seine Niederlage, einige Tagesreisen im Norden, erschütterte das zerbrechliche Gefüge zwischen Römern und Germanen bis ins Maingebiet. 9 n. Chr. war Schluss in Waldgirmes. Dass damit niemand gerechnet hatte, ist im Bebauungsplan der antiken Stadt zu lesen.

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