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By Wolfgang Gerß

Die Anregungen zu dieser Aufsatzsammlung stammen aus zahlreichen Semi- ren, die ich im Rahmen der empirischen Sozialforschung in 35-jahriger Lehr- tigkeit bis zu meinem Eintritt in den beruflichen Ruhestand im Jahr 2006 im Institut fur Soziologie der Gerhard-Mercator-Universitat Duisburg (Campus Duisburg der Universitat Duisburg-Essen) und im Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf geleitet habe. Das Gener- thema ist die Verfugbarkeit und Aussagefahigkeit amtlicher statistischer Bev- kerungsdaten im Zeitablauf und in kleinraumlicher Gliederung. Die beiden Aspekte Zeit und Raum werden zunachst in Beziehung zur mathematischen Chaostheorie gebracht. Als Datengrundlage werden Einwohnerzahlen uber zwei Jahrhunderte verwendet. Die historische Bevolkerungsstatistik beruht zum - minierenden Anteil auf den Volks- und Berufszahlungen. Auch in neuester Zeit erscheinen derartige Bestandsaufnahmen unentbehrlich; allerdings wird seit mehreren Jahren ein Methodenwechsel zum sog. Registerzensus diskutiert. Ein fur aktuelle soziologische Untersuchungen immer wichtiger gewordener Teil der modernen Bevolkerungsstatistik ist der Mikrozensus, der sich im Lauf seiner Geschichte zu einem methodisch ausserst anspruchsvollen device der - tenbeschaffung entwickelt hat. Die Ergebnisse des Mikrozensus konnen ausser im Zeitvergleich auch fur den Vergleich kleinerer Gebietseinheiten verwendet werden, used to be am Beispiel einer Mortalitatsanalyse gezeigt wird. Neben den - thoden der Zeitreihenanalyse wurden in der wissenschaftlichen Statistik Met- den der Raumlichen Datenanalyse entwickelt. Diese beiden Spezialgebiete l- sen sich in stochastischen Modellen miteinander kombinieren. Auf der foundation der hier dargestellten theoretischen Grundlagen der Raum-Zeitlichen Datenanalyse wird fur ein ausgewahltes Gebiet und seine Gebietsteile eine integrierte ra- lich-zeitliche Bevolkerungsprognose aufgestell

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Eigentlich hatte der junge Mann nur eine kurze Reise nach Afrika machen wollen, aber dann battle er neunzehn Jahre geblieben. Statt in Uppsala sein Jurastudium zu beenden, übernimmt er in Lusaka die Hühnerfarm einer weißen Engländerin, deren Mann im Busch verschollen ist. Doch nach einem schrecklichen Anschlag auf seine Nachbarn mehren sich die Zeichen, dass die Reformpläne des jungen Mannes gefährliche Gegner haben.

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Die eigentliche Erhebungsarbeit oblag – wie früher – den Gemeinden, die dazu nun nähere Anweisungen zur Überprüfung der Zählpapiere auf Glaubwürdigkeit und Vollständigkeit unter Heranziehung ihrer Melderegister und Karteien erhielten. 1946 statt. Die Ergebnisse wurden veröffentlicht, galten aber als „wenig brauchbar“ unter anderem wegen Übersetzungsfehlern in den mehrsprachigen Zählpapieren (Fürst 1972). In der besonderen Situation dieser frühen Nachkriegszeit wurde statt der Wohnbevölkerung das erhebungstechnisch einfachere Konzept der ortsanwesenden Bevölkerung verwendet.

Ein Ersatz der Volkszählung durch kombinierte Auswertung verschiedener vorhandener Dateien scheidet aus, weil er die Probleme des Datenschutzes verstärkt, ohne die Aufgaben einer Volkszählung erfüllen zu können.... In Verbindung mit der Volkszählung aktualisierte und mit deren Ergebnissen synchronisierte Melderegister sind unverzichtbar. Sie stellen unter anderem eine wichtige Grundlage für eine verlässliche Bevölkerungsfortschreibung dar.... Wird die Volkszählung nicht mehr akzeptiert, würde rationalem politischen Handeln der Boden entzogen und der Fortschritt empirischer 47 Wirtschafts- und Sozialwissenschaft behindert.

Wird die Volkszählung nicht mehr akzeptiert, würde rationalem politischen Handeln der Boden entzogen und der Fortschritt empirischer 47 Wirtschafts- und Sozialwissenschaft behindert. “ Das Bundesverfassungsgericht ließ sich von den Befürwortern der bis dahin etablierten Volkszählungsmethoden nur teilweise überzeugen. 1983 grundsätzlich die Zulässigkeit der Volkszählung als Totalerhebung mit Auskunftspflicht der Befragten, verbot aber, wie beabsichtigt und bisher stets üblich einen Teil der bei der Volkszählung erhobenen Individualdaten an die Meldebehörden zur Aktualisierung und Korrektur ihrer Register zu übermitteln.

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